Erste öffentliche Ladesäule für Elektroautos in Lengerich

In der Klimakommune Lengerich können nun auch Elektroautos auftanken. Bürgermeister Wilhelm Möhrke und Martin Schnitzler, Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich, nahmen jetzt die erste Ladestation für Elektro-Autos Ecke Wielandstraße / Römerpassage in Betrieb. E-Auto-Besitzer können hier künftig bequem ihre Elektrofahrzeuge aufladen und shoppen gehen.


„Als Klimakommune ist in Lengerich die CO2-Einsparung seit vielen Jahren ein wichtiges Thema“, so Wilhelm Möhrke, „dazu gehört auch das Wachstum der E-Mobilität. Die neue Ladesäule zeigt, dass wir als Stadt Lengerich zusammen mit den Stadtwerken aktiv den Wandel in der Mobilität der Zukunft mitgestalten.“ Die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Christine Elias,   selbst      Besitzerin   eines   E-Autos, bezeichnet die  Einrichtung  der Ladestationen  als  „einen  wichtigen  Schritt  für den  Klimaschutz,  dem  sich  Stadt  und Stadtwerke verpflichtet fühlen. Immer wieder wird die mangelnde Reichweite der E-Autos in Diskussionen angeführt, so dass wir in Lengerich jetzt eine zentral gelegene (Nach-)Lademöglichkeit geschaffen haben.“

„Als Infrastrukturdienstleister für Energie, Breitband und weiteren Dienstleistungen im Lebensraum der Menschen unseres Versorgungsgebietes, gehen wir diesen Weg konsequent weiter und werden die Ladesäuleninfrastruktur für Elektroautos in unserem Gebiet ausbauen“, gibt Martin Schnitzler die Richtung der Stadtwerke vor. Und Ingo Leufke, Vertriebsleiter der Stadtwerke, betont einen weiteren wichtigen Aspekt: „Für uns ist es selbstverständlich, dass an unseren Lade-Säulen klimaneutral getankt wird, denn der Strom aus unserer Ladesäule wird 100% regenerativ erzeugt.“ so Ingo Leufke. „Die Frage des Wachstums der E-Mobilität darf nicht zum Henne-Ei-Problem werden“, erklärt Stefan Otto, der das Projekt im Haus der Stadtwerke betreut. „Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektrofahrzeug anzuschaffen, muss genügend Lademöglichkeiten vorfinden.“

Die Stadtwerke haben sich deshalb mit einem starken Partner zusammengeschlossen: Sie sind Mitglied im Verbund „Ladenetz.de“. Unter diesem Dach haben aktuell 125 Stadtwerke ein bundesweites Netz zum Ausbau von Ladesäuleninfrastruktur geknüpft. Über 1.000 Ladestationen stehen den Nutzern bundesweit dadurch schon jetzt zur Verfügung. Durch Roamingpartner besteht Zugriff auf ein Netz von über 10.000 Ladesäulen europaweit.

Und so funktioniert es:

  • Voraussetzung für die Nutzung ist entweder ein Smartphone oder eine Ladekarte der Stadtwerke, bzw. aus dem Ladenetz-Verbund.
  • Stromkunden der Stadtwerke können diese Karte für einmalig 49 Euro erwerben. Auftragsformulare gibt es in den Kundencentern der SWL oder zum Download auf den E-Mobilitäts-Webseiten des Energieversorgers unter www.swl-emobil.de. Mit dieser Karte meldet man sich an der Ladestation an und kann dann Strom tanken.
  • Die Stadtwerke bieten auch einen Ökostromtarif inkl. Ladekarte an. (Bei diesem Tarif entfällt die Einrichtungsgebühr und die monatliche Pauschale ist inklusive)
  • Monatlich werden dafür pauschal fünf Euro berechnet – unabhängig von der tatsächlich geladenen Strommenge (Pauschalpreis für Nutzer der Ladekarte).
  • Die Ladesäule ist rund um die Uhr zugänglich. Die Ladedauer ist lediglich durch die Parkdauer der öffentlichen Parkfläche begrenzt.
  • Die Ladekarte ist an allen Ladesäulen von „Ladenetz.de“ gültig, sowie an weiteren Partnerstationen.
  • Wer keine Ladekarte hat, kann mittels einer Smartphone-App die Station nutzen (PayPal-Konto erforderlich).
    Die Säule verfügt über zwei Steckdosen vom Typ 2 (Mennekes-Standardanschluss). Ein Ladekabel gehört zum Equipment des Autos.