Grüner Strom vom kommunalen Dach: „Vorbildcharakter für die ganze Region“

Wohl nie zuvor war das Bewusstsein für die Bedeutung des Klimaschutzes so groß wie heute. Auch in Tecklenburg. Schließlich beginnen Umweltschutz und Nachhaltigkeit direkt vor der eigenen Haustür. Inzwischen sind in Tecklenburg zahlreiche kommunale Dächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, und zwar so umfangreich, dass allein durch die Kraft der Sonne der jährliche Stromverbrauch von rund 30 Einfamilienhaushalten aus Solarstrom erzeugt werden kann. Ein Beitrag zum Klimaschutz, „der Vorbildcharakter für die ganze Region“ habe, sagt Bürgermeister Stefan Streit. Und ein Beitrag, den die Kommune mithilfe der Stadtwerke Lengerich (SWL) auf den Weg gebracht hat. Jetzt haben sich Vertreter von Stadt und SWL gemeinsam ein Bild vor Ort von dem Projekt gemacht.

Klein und Groß: Alle können profitieren
Für die gemeinsame Begutachtung hatten sich alle Teilnehmer der Stadt und Stadtwerke etwas mehr Zeit genommen. Schließlich verteilen sich die kommunalen Dächer, die mit PV-Anlagen ausgestattet wurden, im ganzen Stadtgebiet: von der Feuerwehr Tecklenburg über die Grundschulen in Ledde und Leeden bis hin zur Grundschule in Tecklenburg und die Turnhalle des Graf-Adolf-Gymnasiums in Tecklenburg. Der grüne Strom, der vor Ort produziert wird, kommt den Einrichtungen direkt zugute. Überschüssiger Strom, der nicht durch Feuerwehr und Schulen verwendet wird, wird wieder in das örtliche Stromnetz eingespeist. So können auch andere SWL-Kunden vom grünen, regional erzeugten Strom und dem Produkt „Unser Landstrom“ profitieren.

„Wir sind stolz, dass wir hier mit vereinten Kräften auf dem richtigen Weg sind“, sagt Stefan Streit. „In den nächsten 20 Jahren rechnen wir mit einer Einsparung von rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Das sind mehr als 700 Tonnen CO2“, rechnet Tecklenburgs Klimamanagerin Vera Nieratschker vor. Die PV-Anlagen stellen somit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele der Stadt dar.

Gleichzeitig werden die PV-Anlagen in die pädagogische Arbeit der Schulen eingebunden. Um Photovoltaik und Solarstrom noch greifbarer für die Kinder zu machen, haben die Stadtwerke in den Schulen jeweils einen Monitor installiert. „Darauf können die Schülerinnen und Schüler ablesen, wie viel Strom die Solarmodule auf den Dächern produzieren“, erläutert Stefan Otto, Leiter Alternative Energietechnik bei den Stadtwerken und ergänzt:. „So wird Unsichtbares sichtbar.“

Ziel der SWL sei es, das wichtige Thema Energie und Nachhaltigkeit von Kleinauf erlebbar und verstehbar zu machen und den Anteil regenerativer Energien am Energiemix für die Region kontinuierlich auszubauen.