Corona-Pandemie – Stadtwerke Lengerich sind gut aufgestellt. 30% höhere Auslastung bei der Datenübertragung

Die Corona-Pandemie ist das bestimmende Thema in diesen Tagen. Den Energieversorgungsversorgungsunternehmen wie den Stadtwerken Lengerich (SWL) kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die SWL senden in dieser Zeit ein klares Statement: Die Versorgung ist gesichert und der zukunftsweisende Ausbau des Glasfasernetzes durch die teutel ist gerade jetzt ein großer Vorteil der Region.  

„Den Stadtwerken Lengerich kommt als Unternehmen der Daseinsvorsorge mit der Strom-, Gas- oder Telekommunikationsversorgung in sieben Städten und Gemeinden eine besondere Verantwortung zu.  Der Betrieb der Stadtwerke muss weiterlaufen, sonst geht im wahrsten Sinne des Wortes in unseren Orten das Licht aus. Das gilt im Übrigen unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie“, erläutern Ralf Becker und Martin Schnitzler, Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich und ergänzen, dass aus diesem Grund viele Abläufe zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit standardisiert und Krisenpläne sind seit langem Bestandteil des Sicherheitsmanagements der Stadtwerke seien. „Entscheidend ist aber, dass unsere Mitarbeiter gesund bleiben, verfügbar sind und jeder in seinem Bereich dadurch zur Versorgungssicherheit beiträgt“, betont Ralf Becker. Bei den SWL sind aus diesem Grund unter anderem Sonderarbeitsplätze eingerichtet, die Hygienevorschriften verschärft, die Gebäudeteile voneinander isoliert, räumliche Trennung von Teams vorgenommen, Videokonferenzsysteme eingerichtet und verschiebbare Dienstfahrten und Veranstaltungen abgesagt worden. Für die über 50.000 Kunden sind die SWL weiterhin telefonisch, über die online-Portale der SWL und teutel und in dringenden Fällen auch auf Terminvereinbarung im Kundencenter in Lengerich erreichbar.  Das gilt insbesondere für den Bereitschaftsdienst im Falle einer Störung oder Unterbrechung der Versorgung.

Wie viele andere Unternehmen auch, hat die SWL die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen und Teams räumlich voneinander getrennt, bis hin zum Einzel- oder Home-Office-Arbeitsplatz, um die Konsequenzen/Auswirkungen bei einer möglichen Infizierung so gering wie möglich zu halten. Obwohl beide Geschäftsführer betonen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrer Funktion zu einem reibungslosen Ablauf bei der SWL beitragen und damit die Versorgungssicherheit garantieren, kommt den als besonders sensibel eingestuften technischen Bereiche, d.h. den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkt für die Versorgungssicherheit im Bereich Strom-, Gas- und Telekommunikation verantwortlich sind sowie der IT und den Systemadministratoren eine besondere Bedeutung bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen zu. Diese Bereiche und Teams wurden als erstes räumlich voneinander getrennt.

Die Bürgerinnen und Bürger der Region profitieren ebenso wie die Unternehmen von dem durch die  teutel vorangetriebenen Breitbandausbau, der eine wichtige Voraussetzung für die Home-Office-Arbeitsplätze darstellt und darüber hinaus auch von den Privatkunden bspw. für Streaming-Dienste vermehrt genutzt wird. Das zeigt sich auch im Nutzungsverhalten der Kunden, wie Martin Schnitzler betont: „Wir stellen eine um bis zu 30% höhere Auslastung im Internetaufkommen fest. Die zugesagten Bandbreiten können wir trotzdem gegenüber jedem Kunden sicher bedienen und auch noch weiter erhöhen. Die Kunden können gewünschte Bandbreitenerhöhungen unkompliziert über unseren Kundenservice beantragen.“

Die aktuelle Situation spiegelt sich aber auch im Verbrauch der Kunden wieder. So ist der Verbrauch in sehr stark betroffenen Branchen wie z.B. der Gastronomie, Einzelhandel oder öffentlichen Einrichtungen wie Schulen deutlich zurückgegangen. Die SWL unterstützen die Verbraucher sowie Kleinstgewerbetreibenden, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht über ausreichende Mittel zur Begleichung ihrer Rechnungen verfügen. „Das Team des Forderungswesens der SWL steht den betroffenen Kunden hier mit Rat und Tat zur Seite.“, betont Ralf Becker. Die Kontaktdaten finden die Kunden auf der Interseite der Stadtwerke (www.swl-unser-stadtwerk.de)

Etwas anders zeigt sich aktuell die Situation bei der Bäder- und Wasser GmbH (BWG). „Wie Sie wissen, haben wir den Betrieb direkt nach der allgemeinen Empfehlung des Kreises Steinfurt an allen Standorten vorsorglich zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger bis auf weiteres eingestellt.“, erläutert Martin Schnitzler, Geschäftsführer der Bädergesellschaft der Stadtwerke und führt an: „Wir stehen zu der Entscheidung und halten diese auch für richtig, obwohl es auch uns vor wirtschaftliche Herausforderungen stellt, da uns die Einnahmen fehlen.“ Um gleichzeitig Betriebskosten zu senken, wurde aus den Hallenbadbecken bereits vorzeitig das Wasser abgelassen.

Durch die Schließung der Hallenbäder konnte sich die BWG in den letzten Wochen ganz den Vorbereitungen der Freibadsaison widmen. Tilo Frömmel, Betriebsleiter der BWG, möchte das aber nicht positiv verstanden wissen. „Durch die derzeitige Schließung der Bäder können wir uns voll und ganz auf die Vorbereitung der Freibadsaison konzentrieren. Das ist sicherlich ein kleiner Vorteil –der Normalbetrieb wäre uns aber deutlich lieber. Dazu kommt die Unsicherheit darüber, wann wir mit der Saison starten können“, konkretisiert Tilo Frömmel die aktuelle Situation richtet direkt wieder den Blick nach vorne: „Natürlich versuchen wir die Zeit, die wir nun haben, sinnvoll zu nutzen und ziehen alles das vor, was sinnvoll, machbar und vertretbar ist.“ Derzeit werden aus diesem Grund bspw. Wartungsarbeitsarbeiten in den Bädern vorgezogen, um den regulären Betrieb – wann auch immer dieser wieder startet – dann nicht beeinflussen zu müssen.