Heizkosten sparen

Anlässlich der bevorstehenden kalten Jahreszeit weisen die SWL darauf hin, dass Verbraucher mit wenigen Handgriffen Heizkosten einsparen können. Gleichzeitig kann dadurch ein wesentlicher Beitrag für die ehrgeizigen Klima- und Umweltschutzziele Deutschlands geleistet werden.
Heizen hat mit rund 45 Prozent den weitaus größten Anteil am Endenergieverbrauch der Haushalte. Erst danach folgen mit rund 34 Prozent der eigene PKW und mit zehn Prozent die Warmwasseraufbereitung.


1. Heizkörper fit machen und selbst checken

Die SWL rät, dass die Heizkörper weder zugestellt noch verdeckt werden, damit die Heizflächen die Wärme gut abgeben können. Auch ist es ratsam, jeden Heizkörper einmal pro Jahr zu entlüften. Denn Luftpolster schränken die Funktion der Heizkörper ein. Ein deutlicher Hinweis auf Luft in Heizkörpern sind Klopf-Geräusche.
Wird die gewünschte Raumtemperatur nicht erreicht, so hilft folgender Test: Das Heizkörperventil bei kalter Heizung voll aufdrehen und beobachten, wie schnell die Heizfläche sich an den oberen Ecken erwärmt. Dauert dies deutlich länger, als an anderen gleich großen Heizkörpern, oder bleibt die Temperatur deutlich geringer, als an der Vorlaufleitung unterhalb des Ventils, so sollte der Heizungsfachmann gerufen werden.


2. Stoßlüften besser als Dauerlüften in Kippstellung

Während der Übergangszeit im Herbst sollten Fenster in den oft schon recht kühlen Abend- und Nachtstunden keinesfalls gekippt bleiben. Denn durch das Dauerlüften in Kippstellung wird bei einer in Betrieb genommenen Heizung unnötig Energie verschwendet. Um energieeffizient zu lüften, ist es während der gesamten Heizperiode besser, die Fenster kurzzeitig weit zu öffnen und die Heizkörperthermostate ganz herunter zu stellen. Schon nach etwa fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte Luft ausgetauscht. Durch diese kurzen Lüftungsperioden werden überflüssige Energieverluste vermieden und der Geldbeutel wird geschont.


3. Nachts die Temperatur absenken

Noch effizienter heizt, wer die Wunschtemperatur in Zeiten einer mehrstündigen Abwesenheit und auch nachts um etwa drei bis fünf Grad Celsius absenkt. Mit der Nachtabsenkung der Raumtemperatur kann man zwischen fünf und zehn Prozent der Energie einsparen. Dies funktioniert bei ungedämmten Häusern und leichter Bauweise besser, bei gut gedämmten Häusern oder im massiven Altbau sind die Einsparungen geringer. Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle: Je kälter es ist, desto mehr lässt sich durch eine Nachtabsenkung einsparen.


4. Fenster kontrollieren

Beim Rundumcheck der Heizkörper in allen Räumen sollte man gerade im Altbau auch die Fenster genauer betrachten: Große Spalte und schlecht geschlossene Oberlichter von Holzkasten-Doppelfenstern können den Heizbedarf erheblich erhöhen. Ein Indiz für undichte Fenster ist es, wenn die dem Raum zugewandte Seite der äußeren Glasscheibe an kalten Tagen beschlägt und sich unten Kondenswasser sammelt. Sofern keine offene Feuerstelle und kein raumluftabhängiges Gasheizgerät in der Wohnung vorhanden ist, so können große Fugen und Spalte mit Fugenband aus dem Baumarkt abgedichtet werden. Aber Achtung: Dies kann zu erhöhter Feuchtigkeit und Schimmelbildung führen, hier muss dann häufiger gelüftet werden.