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Energie zum Anfassen

Wieviel Kohlenstoffdioxid entsteht beim Abbrennen einer Kerze auf einem Geburtstagskuchen? Was ist bei der Trennung von Biomüll zu beachten? Wie hoch ist die Energiemenge, die eine verbrennende Walnuss liefert? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen lieferte den Klassen 5b und 6b des Graf-Adolf-Gymnasiums (GAG) Tecklenburg der UNESCO-Projekttag 2016. Mit Unterstützung der Stadtwerke Lengerich (SWL) informierten sich die Schülerinnen und Schüler im Bioenergiepark Saerbeck über Energie, Umweltschutz und die Nutzung von Ressourcen.
„Das Wort regenerativ ist in aller Munde“, erklärte Udo Hackmann, Leiter Bau und Betrieb Stromnetz der SWL. Daher fand die Anfrage des GAGs zur Kooperation im Rahmen des Projekttages am 26. April bei den Stadtwerken Lengerich positive Resonanz. Gunnar Gühlstorf, SWL-Geschäftsbereichsleiter Organisation, hatte die Idee, den Gymnasiasten den bewussten Umgang mit Energie im Bioenergiepark Saerbeck zu vermitteln, für den die SWL den Netzanschluss erstellt haben.
Und diese Idee erfreute die Mädchen und Jungen. „Das ist super spannend!“ oder „Ich finde das voll cool.“ lauteten einige Kommentare der Fünftklässler, die in Saerbeck, der „NRW-Klimakommune der Zukunft“, waren. Die Experimente im dortigen Bionenergiepark fesselten. Unter fachkundiger Anleitung forschten die Gymnasiasten an verschiedenen Experimentierstationen: Ein Ventilator, Windrad und Strommessgerät veranschaulichten beispielsweise den Zusammenhang von elektrischer Spannung und Windgeschwindigkeit. Eine Lampe, Folien und Pappen, ein Solarmodul und ein rotierender Ventilator klärten über das Thema der Verschattung bei der Nutzung von Sonnenenergie auf. Über den Energiegehalt von Öl aus Nüssen und Biomasse insgesamt informierte die Lernstation, an der Öllämpchen gebastelt und angezündet werden konnten – Schutzbrillen nicht vergessen!
Die Kinder erfuhren zudem mit Hilfe eines Films etwas über den Ablauf in einer Biogasanlage. Sie betraten eine Windenergieanlage, bestaunten die Photovoltaik-Freiflächenanlage auf dem ehemaligen Militärgelände und lernten gemeinsam mit den begleitenden GAG-Lehrern Jutta Grimstein, Björn Igelbrink, Johanna Klinge und Tobias Sechelmann das Kompostwerk mit Trockenvergärung kennen, ehe sie der Bus mit vielen neuen Eindrücken wieder zur Schule fuhr.