WIR FÜR DIE REGION, WIR FÜR DIE BIENEN

Schon seit längerer Zeit ist weltweit ein hohes Bienensterben zu verzeichnen. Eine Welt ohne Bienen wäre für den Menschen jedoch undenkbar. Als Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen ist das Tier für die Landwirtschaft unverzichtbar. Aber auch andere Insekten wie Hummeln, Schmetterlinge oder Ameisen erfüllen wichtige Funktionen in der Natur. Sie alle brauchen Nahrungsquellen und Lebensräume.

Der Einsatz für die Lebensqualität in der Region ist ein zentrales Element unseres Handelns. Dazu gehört selbstverständlich auch das Thema Nachhaltigkeit und eine intakte Natur. Mit Blühflächen und bienenfreundlichen Pflanzen sorgt die SWL dafür, dass Bienen, Insekten und andere Wildtiere, Nahrung und einen geeigneten Lebensraum finden. Gemeinsam sollen in kleinen und großen Aktionen Bienen und andere Insekten gefördert werden, um einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.

Blühflächen

Durch den Anbau von Blühwiesen sollen die SWL-Grünflächen ökologisch aufgewertet werden. Dabei wird eine mehrjährige Blühmischung verwendet.

Hier finden Sie unsere aktuellen Blühflächen im Versorgungsgebiet:

Gebiet: Lengerich, An der Mühlenbreede  |  Status: eingesät  |  Größe: 370 m²

Gebiet: Lengerich, Dyckerhoffstraße  |  Status: in Vorbereitung  |  Größe: 835 m²

Gebiet: Lengerich, Arndtstraße  |  Status: in Vorbereitung  |  Größe: 515 m²

Gebiet: Brochterbeck, Umspannanlage  |  Status: in Vorbereitung  |  Größe: 300 m²

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949).

Neben Rind und Schwein ist die Biene das drittwichtigste Nutztier. Bienen brauchen den Nektar der Pflanze als Nahrung zum Überleben, Pflanzen brauchen einen Bestäuber, um ihre Pollen zu verarbeiten und sich so zu vermehren (Symbiose). Weil die Biene auf ihrer Nahrungssuche Pollen von Blüte zu Blüte weiterträgt, ist sie die Bestäuberin etwa eines Drittels aller landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, d.h. ein Drittel unserer Lebensmittel hängt von der Bestäubung durch Insekten ab. Somit spielt dieses unscheinbare, kleine Tier, die Biene, eine zentrale Rolle im Erhalt unserer Kultur- und Landwirtschaft. Ihre Bestäubungsleistung sichert die Vielfalt an Nahrungsmitteln. Die Biene ist also hauptverantwortlich für gute Ernten und ökologische Artenvielfalt.

Seit Jahren stirbt ein Großteil der Bienenpopulationen. Der Hauptgrund dafür ist wahrscheinlich der Mensch.

Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das den Bienen zusetzt:

  • Krankheitserreger
  • Parasiten wie die Varroamilbe
  • die industrielle Landwirtschaft (Pestizideinsätze, Monokulturen)
  • das Wegbrechen oder Zerschneiden von Lebensräumen
  • Verlust von Nistmöglichkeiten
  • Luftverschmutzung und Klimawandel
  • biologische Lebensmittel kaufen und damit eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen (Anbau ohne Pestizide)
  • bienenfreundliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon ziehen
  • eine Trockensteinmauer oder eine kleine Sandfläche anschaffen, denn viele Wildbienenarten lieben Sand
  • eine Bienenpatenschaft übernehmen
  • bienenfreundliche Methoden nutzen, um Pflanzen vor Schädlingen zu schützen, z.B. Unkraut jäten, Schädlinge absammeln, Nützlinge pflanzen und natürliche Pflanzenschutzmittel nutzen
  • Insektenhotels und Nisthilfen aufstellen
  • Honig aus der eigenen Region direkt vom Imker bevorzugen
  • Honiggläser immer ausspülen, um Bienenkrankheiten zu stoppen

Wussten Sie schon, dass

  • die zum Großteil einzeln lebenden Wildbienen einen hohen Anteil der bestäubenden Arbeit übernehmen?
  • ¾ aller Wildbienen im Boden nisten?
  • Honigbienen z.B. durch den Schwänzeltanz miteinander kommunizieren?
  • Honigbienen in einem Radius von bis zu 5 Kilometern um ihren Bienenstock Nahrung sammeln?
  • viele Wildbienenarten ihre Brut in Pflanzenstängeln aufziehen?
  • die Wertschöpfung der Biene weltweit bei ca. 265 Milliarden Euro liegt?
  • eine Bienenkönigin bis zu 2.000 Eier am Tag legen kann?
  • eine Biene 250 Flügelschläge pro Sekunde schafft?
  • eine Bienenkönigin 5 Jahre alt werden kann?
  • in einem Bienenstock bis zu 50.000 Bienen leben können?

Gemeinsam gegen das Bienensterben

Das Aussterben der Biene würde die Menschheit schwer betreffen. Vielen ist die Bedeutung der Bienen für unsere Gesellschaft nicht bewusst. Mit dem Anbau von Blühflächen wird neuer Lebensraum für Bienen und andere Insekten geschaffen, nebenbei wird das Stadtbild verschönert und der Naherholungswert gesteigert.

Unterstützen auch Sie die Bienen und andere Insekten. Gemeinsam sind wir stark!