Sieben Photovoltaik-Anlagen für Lengerich: Erfolgreiche Partnerschaft für mehr Solarstrom
Die Stadtwerke Lengerich haben in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Lengerich seit 2023 sieben Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden realisiert. Sechs davon sind bereits am Netz, die siebte auf dem Nebengebäude der SWL, folgt in den Herbstferien 2025 nach Abschluss einer geplanten Dachsanierung. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg haben Bürgermeister Wilhelm Möhrke und Ingo Leufke, Geschäftsführer der SWL, am Montag in Augenschein genommen.
Insgesamt haben alle Anlagen eine Solarleistung von 212 kWp, verteilt auf rund 1.000 Quadratmeter Modulfläche. Der erzeugte Strom reicht rechnerisch aus, um 50 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.
Die Zusammenarbeit wurde im Rahmen eines Pachtmodells zwischen der Stadt und der SWL umgesetzt. Die SWL hat die Anlagen geplant, finanziert und gebaut und verpachtet sie an die Stadt. Diese wird Betreiberin und nutzt den erzeugten Strom selbst. Die Stadt beauftragt die SWL dauerhaft mit dem laufenden Betrieb, der Fernüberwachung und eventuellen Reparaturen.
Schulen, Rathaus, Stadion – alle profitieren von den Photovoltaik-Anlagen
Die sieben Photovoltaik-Anlagen werden jährlich rund 190.000 Kilowattstunden Solarstrom liefern. Davon werden etwa 90.000 Kilowattstunden direkt vor Ort genutzt, rund 100.000 Kilowattstunden fließen in das Stromnetz. So spart die Stadt nicht nur Stromkosten, sondern produziert auch 69 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr. Das entspricht dem Gewicht von rund 40 Mittelklassewagen. „Durch das Photovoltaik-Projekt können wir die Energiewende gemeinsam weiter vorantreiben“, sagt Ingo Leufke, „Von Schulen über das Rathaus bis zu einem Teil des Stadions profitieren unterschiedliche Gebäude von der Stromgewinnung.“
Für Lengerich ergeben sich dadurch klare Vorteile: Die Stadt muss keine eigenen Haushaltsmittel investieren und spart gleichzeitig Energiekosten. Denn der erzeugte Solarstrom wird vorrangig direkt in den angeschlossenen Gebäuden verbraucht. Nur der Überschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist. „Die Anlagen entlasten nicht nur unsere finanziellen Mittel, sondern leisten einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Bürgermeister Wilhelm Möhrke. „Das verbindet konkretem Umweltschutz mit direktem Nutzen für die Stadt Lengerich.“
Über die geplante Laufzeit von 20 Jahren summiert sich die CO₂-Ersparnis auf 1,38 Millionen Kilogramm. Gleichzeitig reduziert sich der Strombezug der Stadt um insgesamt rund 1,8 Millionen Kilowattstunden. Da Photovoltaik-Anlagen in der Regel deutlich länger laufen, kann dieser Effekt sogar noch größer ausfallen.





